Wenn auch etwas verspätet – Armada ist bereits 2015 erschienen -, hat Armada nun auch Eingang in unser Spielerepertoire gefunden und sorgt seither für Begeisterung.

Was ist Star Wars: Armada?

Armada ist sozusagen der große Bruder von Star Wars: X-Wing, manche bezeichnen es sogar als „das bessere X-Wing“.

Man kann Armada zwar auch als taktischen Raumkampf bezeichnen, hier spielt man im Gegensatz zu X-Wing mit den größeren Schiffen und ganzen Flotten, also z. B. auch Sternenzerstörern.

Grundsätzlich ist das Spiel mit X-Wing vergleichbar, die Spielmechanik ist jedoch deutlich anders.

Die Hauptakteure sind dabei die großen Schiffe, die kleinen Jägerstaffeln dürfen und sollten dabei mit integriert werden, diese können durchaus spielentscheidend sein.

Star Wars: Armada - Grundset Inhalt

Ein Armada-Spiel besteht aus insgesamt sechs Runden mit einem Zeitbedarf von ca. drei Stunden.

Eine Flotte besteht aus üblicherweise 400 Punkten, die hauptsächlich den großen Schiffen zugeordnet werden. Die kleinen Jägerstaffeln dürfen ein Drittel der Gesamtpunktzahl nicht überschreiten.

Jede Runde besteht aus:

  • Kommandophase: Zuordnung von Kommandorädern zu den Schiffen sowie Schub (= Geschwindigkeit) der Schiffe.
  • Schiffsphase: Ausführung der Kommandos, Angriff der Schiffe und die Bewegung der Schiffe.
  • Staffelphase: Bewegung und/oder Angriff der Jägerstaffeln.
  • Statusphase: Deaktivierte Karten und Marker spielbereit machen für die nächste Runde, Initiative zwischen den Spielern wechseln.

Es stehen vier Fraktionen aus dem Star Wars Universum zur Verfügung:

  • Rebellen
  • Galaktisches Imperium
  • Galaktische Republik
  • Separatisten

Die Fraktionen sind unabhängig voneinander und können in der Regel nicht gemischt werden. Für jede Fraktion stehen mittlerweile eine Vielzahl verschiedener Raumschiffstypen zur Verfügung.

Warum sollte ich Star Wars: Armada spielen?

Mir gefiel von Anfang an sehr gut, dass die Initiative immer wechselt. Dadurch kann sich, anders als bei X-Wing, nicht ein Spieler durchweg den Vorteil seiner Wahl der Initiative sichern, sondern muss jede Runde flexibel planen.

Dies bezieht auch die Schiffe ein: Die Schiffe haben keine Initiative, der Spieler wählt frei, welches Schiff in der jeweiligen Runde und gemäß der Taktik aktiviert wird.

Zur Spielzeit: Dachte ich anfangs, mir sind drei Stunden viel zu lang, ich spiele lieber zwei oder drei Spiele mit kürzerer Dauer, muss ich jetzt sagen, das Spiel ist so spannend und kurzweilig, die Zeit vergeht sprichwörtlich wie im Flug.

Als Commander eine Flotte aus großen Schiffen wie Sternenzerstörer, Corellianische Korvetten, Nebulon Fregatten und kleine Staffeln zu befehligen ist sowas von… Wow!

Das Spiel ist durch beiliegende Missionsziele, die jeweils ausgewählt werden können, zusätzlich sehr vielfältig.

Noch mehr Vielfalt gibt es durch bisher zwei erschienene Kampagnenboxen, die mehrere Spieletage füllen würden.

Was brauche ich um Star Wars: Armada zu spielen?

Zum Einstieg benötigt man eine Grundbox. Diese ist in drei verschiedenen Varianten erhältlich:

  • Grundbox 1 enthält Rebellen und Imperium
  • Grundbox 2 nur Galaktische Republik
  • Grundbox 3 nur Separatisten

Star Wars: Armada - Grundset

In den einzelnen Grundboxen sind alle Materialien enthalten, um in ein Basisspiel einzusteigen, als Anfänger wählt man am Besten 300 Punkte. Alle Würfel, Manövertool, Schadensdeck usw. sind in jeder der genannten Grundboxen enthalten.

Die alte Grundbox enthält noch kleinformatige Aufwertungskarten sowie ein Schadensdeck, bei den neuen Boxen sind alle Karten einheitlich im größeren Format (ca. 63×88 cm).

Aktuell sind auch längere Zeit vergriffene Schiffe wieder erhältlich.